Dein Baby schläft nicht? 7 Tipps die helfen

Babys haben viel mehr Schlafbedarf als Erwachsene. Dennoch weicht das Schlafbedürfnis von Babys um einige Stunden individuell ab. Der Schlaf- und Wachrhythmus muss sich bei kleinen Säuglingen erst einspielen. Dein Baby schläft nicht, ist ständig unruhig und schreit extrem viel? Dann gibt es Möglichkeiten, ihm das Einschlafen zu erleichtern.

Schlafbedürfnis von Babys

Dein Baby braucht viel Schlaf. Der Schlaf ist lebenswichtig, damit das Gehirn die Fülle der neuen Eindrücke und Reize verarbeiten kann. Die REM-Phase, die Schlafzeit zur Verarbeitung und Ordnung von Eindrücken im Gehirn, ist länger als bei Erwachsenen. Neugeborene bis zu drei Monaten schlafen durchschnittlich etwa 17 Stunden. Danach mindert sich das Schlafbedürfnis auf durchschnittlich 14 Stunden bis zur Schlafdauer von ca. 13,5 Stunden mit 18 Monaten. Diese Schlafzeiten sind keine feststehende Größe. Sie können um ca. zwei bis drei Stunden innerhalb der ersten drei Monate voneinander abweichen. Oft überschätzen Eltern das kindliche Schlafbedürfnis. Babys halten keine lange Nachtruhe und haben keine sehr langen Tageswachzeiten.   In den ersten drei Monaten muss sich ein Schlaf-Wachrhythmus erst einspielen. Das ist von Baby zu Baby unterschiedlich. Vergleiche also nicht Dein Kind mit dem der Freundin, dass vielleicht ein Viel- und Langschläfer ist, sondern beobachte Dein Baby.   Macht das Baby einen grundsätzlich zufriedenen Eindruck, schreit nicht ständig und schläft annähernd die Durchschnittszeit verteilt über den Tages- und Nachtverlauf, gibt es keinen Grund zur Besorgnis. Zeigen sich starke Einschlaf- und Durchschlafstörungen, ist Ursachenforschung angesagt.

Das braucht das Baby für einen gesunden Schlaf

Neun Monate hat Dein Baby geschützt im mütterlichen Körper verbracht. Die Geburt ist geradezu eine Mondlandung für das Kleine. Körperliche Nähe ist wichtig, damit Babys Geborgenheit erfahren, wenn Sie die Welt entdecken. Diese Nähe solltest Du dem Baby auch in den Nachtstunden gönnen. Ein Beistellbettchen ist in der ersten Zeit der geeignete Schlafplatz in der Nacht. Das Babynestchen am Tag kenn eine Rollwiege oder ein Stubenwagen sein. Solche Schlafplätze geben Dir Sicherheit, Dein Baby immer bei Dir zu haben und schaffen für das Baby einen Schutzraum in Elternnähe.   Anfangs gibt es noch keinen eingespielten Schlaf- und Wachrhythmus. Die Kleinen fallen einfach in den Schlaf, wenn Körper und Gehirn es fordern.   Auch wenn viele Babys ungeachtet der augenblicklichen Umgebung und diverser Störungen tief schlafen können, beeinflussen Umweltreize die Schlafqualität. Zu störenden Umweltreizen zählen laute Geräusche, Helligkeit, Kälte, Hitze, intensive Fremdgerüche und schlechte Luft. Eine babygerechte Schlafunterlage ist sehr wichtig. Auch sollte das Baby umgebungsgerecht gekleidet sein, also weder zu warme noch zu dünne Kleidung. Nicht zu unterschätzen ist die Stimmung von Mutter, Vater oder anderen ständigen Bezugspersonen. Wir sind nicht Herr jeder Stimmung, aber Stress, Ungeduld, Ärger, der ständige Blick zur Uhr beim Stillen, beeinflussen die innere Ruhe oder Unruhe Deines Babys. Das wirkt sich oft auf schlechteren Schlaf aus.

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Wenn das Baby nicht schläft – das kannst Du tun

Kein gesundes Baby “schläft nicht”. Doch Kinder können zu wenig schlafen, ständig zu kurz oder über lange Zeit nicht zur Ruhe kommen. Dann können diese Tipps Deinem Baby und Dir helfen:

  • Lass Dein Baby an der Brust oder im Tragetuch einschlafen und lege es erst ins Bettchen, wenn es tief schläft. Der kleine Körper ist dann völlig entspannt, die Hände schlaff, die Atmung regelmäßig.
  • Schaffe am Schlafplatz Dämmerungslicht und Ruhe. In der Nähe sollten weder Fernseher noch laute Musik laufen. Um das Babybett kann der Himmel gezogen werden, um vor Zugluft und Lichtwechsel zu schützen.
  • Singe dem Baby ein leises Schlaflied vor, am besten immer das gleiche Lied extra zum Schlafen. Auch die kleine Spieluhr über der Wiege ist bewährt.
  • Wiege das Baby in den Schlaf. Es gibt Wiegebettchen mit automatischer Wiegefunktion. In der ersten Zeit ist das Wiegen auf dem Arm oder am Körper am schönsten fürs Baby.
  • Entwickle für den Abend Schlafrituale, auf die Dein Baby gut reagiert: Licht löschen, Jalousie, kleine Nachtbeleuchtung, Gute-Nacht-Musik, Schmusetier. Sanfte Bauch- oder Rückenmassage, je nachdem ob das Baby in Rücken- oder Seitenlage schläft. Händchenhalten. Manche Babys schlafen abends besser ein, wenn sie vorher gebadet werden.
  • Schließe die Tür zum Schlafraum erst, wenn das Baby eingeschlafen und das Babyphone eingeschaltet ist.
  • Schalte beim nächtlichen Stillen kein helles Licht ein, das sorgt für gute Weiterschlafstimmung für Dein Baby und Dich selbst.

Die Dauer, die ein Kind für einen angepassten Schlaf-Wachrhythmus braucht, ist unterschiedlich. Habe mit Deinem Baby Geduld und auch mit Dir. Wenn Du für Dein Baby eine gute, gesunde Schlafumgebung schaffst, ihm ein gesundes Babybettchen und viel körperliche Nähe und Liebe bietest, hast Du nichts falsch gemacht. Dennoch kann es sein, dass Dein Baby zu den Schreibabys gehört. In diesem Fall braucht es noch mehr Unterstützung beim Lebensstart und unendliche Geduld.

Herausforderung für Eltern – das Schreibaby

Laut verschiedener Studien zählen bei uns 9 % bis 29 % zu den Schreibabys. Gesprochen wird vom Schreibaby, wenn ein Kind während drei Wochen wöchentlich an mindestens drei Tagen über drei Stunden schreit. Das kann verschiedene Ursachen haben. Kläre beim Kinderarzt ab, ob das Baby körperlich gesund ist. Ist das der Fall, kann es trösten, dass die Schreiphase mit dem dritten, spätestens vierten Monat vorbei ist. Bis dahin ist Engelsgeduld gefragt. Überprüfe bitte unbedingt, ob auf Dein Baby zu viele Reize wirken könnten.   Reizüberflutung durch ständig wechselnde Stimmen, Geräusche, viel Unruhe und mehr verstärkt die Schlafprobleme des Babys. Das Schreibaby möchte eigentlich zur Ruhe kommen, kann es aber nicht.  Das A und O ist gerade bei diesen Kindern ganz viel Körperkontakt. Von der Hebamme oder bei speziellen Schreibaby-Sprechstunden kannst Du Beruhigungsmethoden wie geeignete Babymassagen und mehr lernen. Bewährt hat sich das Pucken. Dabei wird das Baby in ein spezielles Tuch gewickelt. Schreibabys können auch Selbstberuhigung mithilfe von Däumchen, Fäustchen, Schnuller nicht einsetzen. Das Pucktuch verhindert die abrupten Armbewegungen, mit denen sich viele Schreibabys um den Schlaf bringen und schafft einen engen, weichen Schutzraum, der erhöhte Geborgenheit vermittelt. Alle anderen der sieben Tipps oben solltest Du trotzdem beachten. Einschlafhilfen wie Wiegen, Singen, Herumtragen im Tragetuch, nächtliche Nähe sollten noch intensiver genutzt werden. Beruhigungsstillen (Anlegen ohne Nahrungsaufnahme) ist hilfreich. Eltern von Schreibabys sollten sich Hilfe suchen. Schön, wenn einmal eine geduldige Oma, Tante oder Freundin das Baby zeitweilig übernehmen kann. Erholungspausen sind wichtig, damit nicht aus dem Babyschreien und der Erschöpfung von Mutter und Vater ein Kreislauf wird, bei dem das Baby dann mit noch mehr Geschrei auf die Stressstimmung der Eltern reagiert.

Fazit: Das erste Lebensjahr ist einzigartig – Schlafprobleme sind lösbar

Das erste Lebensjahr ist ein einzigartiger, enorm wichtiger Lebensabschnitt für Kind und Eltern. Daher solltest Du eventuelle Unregelmäßigkeiten bei den Schlafeigenschaften Deines Babys nicht überbewerten. Wenn es mal einen Tag zu wenig schläft oder einen Tag fast dauern verschläft, ist das kein Problem. Wird ein Baby geliebt und stimmen die Umgebungsbedingungen so weit wie möglich, dann nimmt sich ein gesundes Baby auch den Schlaf, den es braucht. Bei den ganz Kleinen sind das oft nicht die Zeiten, die sich die Eltern wünschen. Aber das ist nur ein kleiner Teil dieses aufregenden, unwiederbringlichen, großartigen ersten Jahres Deines Kindes. Es ist normal, wenn Ihr zu wenig Schlaf bekommt und das Baby mal unruhiger ist und weniger gut einschläft. Die Probleme sind zu lösen, wenn Du herausfindest, welche der Einschlafhilfen bei Deinem Baby am besten funktionieren. Auch beim Schreibaby bleiben noch genug ruhigere Tagesmomente, um Glück mit dem Baby zu genießen.

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